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Ich bin Maria Mevissen

Seit 2001 bin ich Ergotherapeutin mit Schwerpunkt Kindertherapie sowie Elternarbeit und seit 2003 selber Mutter einer Tochter.

Lange bevor ich ein eigenes Kind bekam hatte ich mir etwas geschworen. Sollte ich jemals Mutter werden, erziehe ich mein Kind in Liebe, Ruhe und Harmonie.

Als Ergotherapeutin hatte ich dann die ersten Kontakte zu Kindern und konnte durch die Zeitbegrenzung und der therapeutischen Distanz, gepaart mit Wissen, langsam erfahren, dass die Grenzen, die man durch ein Kind erfährt, einen ganz schön hilflos machen können. In der Praxis lief es mit den Kindern aber immer schon sehr gut.

In meiner Praxis habe ich eigentlich nur sehr selten Schwierigkeiten mit Kindern gehabt. Meine erlernten Strategien habe ich in der Elternberatung weitergegeben und dort änderten sich die Dinge positiv.

Dann wurde ich selber Mutter einer Tochter. Auch ich handelte im Affekt, oft nach den alten, unerwünschten Mustern meiner Eltern, wie ich es nie wollte. Durch mein Bewußtsein, dem tiefen Wunsch es zu ändern und meine liebevollen KollegInnen fand ich neue Wege.

Solange meine Tochter klein war gab es die neuen Situationen, wo ich nicht wußte, was mein Kind hat oder nicht wußte, wie ich damit umgehen soll. Das war beunruhigend und machte mich nervös.
Als sie dann ihren eigenen Willen entdeckte begann ich mit der “Erziehung” und damit kamen die Konflikte. Auch ich hatte, genau wie du, Begebenheiten die für beide Seiten so ungut verliefen, dass ich teils sehr verzweifelt war. Eine Situation, die ich interessanter Weise in meiner Praxis so noch nicht erlebt habe.

Weil ich von meinem Verhalten selber sehr betroffen war, da ich doch nach dem Schema meiner Eltern reagierte und nicht wie ich wollte, in Liebe und Harmonie, ging ich auf die Suche nach anderen Ansätzen. Durch meine Schule, die Ausbildnerin in der Kindertherapie und anderen Fachleuten, wußte ich, dass es Wege gibt und änderte meine Grundeinstellung.

Die Mama eines befreundeten Kindes, die sehr viel jünger als ich und anders aufgewachsen war, stellt mir bei jedem Konflikt mit unseren Kindern oder, wenn ich wieder am “erziehen” war, die für mich wichtigste Frage: “Und was macht das jetzt für einen Sinn?” Genau das ist die Schlüsselfrage. Worin unterscheidet sich Erfahrung von Erziehung?

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